Gepostet am 19. April 2012 ¬ 15:58h.adminKommentare deaktiviert
Der Pilotversuch im letzten Sommer hat sich bewährt. SAAC geht mit seinem Konzept zur Information über alpine Gefahren heuer gleich 8 mal im Climbers Paradise Tirol an den Fels und zeigt Kletterfans worauf outdoors besonders zu achten ist.
Die Idee in speziellen Kursen alpine Gefahren aufzuzeigen und ohne Verbote einfache Verhaltensstrategien am Berg zu schulen, hat sich bei den SAAC (snow & avalanche awarness camps) in den letzten 14 Jahren zu einer fixen Einrichtung für Skifahrer und Snowboarder aus dem In- und Ausland entwickelt. Als kostenloses Angebot mit ausnahmslos nur staatlich geprüften Berg- und Skiführern, die lawinenkundliche Inhalte einfach und leicht verständlich verpacken, ist SAAC jeden Winter ein Fixpunkt auf dem Eventkalender.
Seit dem Sommer 2011 geht SAAC mit seinem erfolgserprobten Konzept auch an den Fels. Drei Camps im Vorjahr, die alle innerhalb kürzester Zeit ausgebucht waren, konnten die große Nachfrage nicht abdecken und so stehen heuer gleich 8 Termine auf dem Programm. Am 16./17. Juni fällt im Stubai der Startschuss zur SAAC Climbing Camp Serie. Mit dem Ötztal, der Naturparkregion Reutte, der Region Achensee, den Lienzer Dolomiten, St. Anton am Arlberg, dem Paznaun und der Kletterregion Imst sind die wichtigsten Kletterdestinationen quer durchs Climbers Paradise Tirol vertreten. Besonders für Kletterbegeisterte, die erstmals von der Halle raus an den Fels wollen, bieten die SAAC Climbing Camps eine gute Möglichkeit, mit Profis die Unterschiede zwischen drinnen und draußen kennen zu lernen und auf gängige Fehler hingewiesen zu werden.
SAAC Climbing ist kein Kletterkurs, sondern ein Workshop mit den verschiedenen Sicherheitsaspekten beim Klettern, angefangen von der Ausrüstung, den Sicherungsgeräten, der Seilumkehrung am Top usw. An zwei Tagen mit einer Theorie- und eine Praxiseinheit klären die staatlich geprüften BergführerInnen über häufige Fehler beim Sichern auf, berichten von ihren Erfahrungen und liefern wertvolle Instrumente für die Risikominimierung. Wie die SAAC Basic Camps im Winter, beginnen die SAAC Climbing Camps mit einer 3-stündigen interaktiven Power Point Präsentation. Darauf folgt ein Praxistag im Klettergarten mit vielen hilfreichen Tipps und Tricks. Bekannte Persönlichkeiten der Szene unter anderem Reini Scherer und Gerhard Hörhager leiten die Camps. Profis wie Kilian Fischhuber und David Lama haben auch schon angekündigt, bei dem einen oder anderen Camp vorbeizuschauen.
Die Anmeldung zu den kostenlosen SAAC Climbing Camps beginnt am 2. Mai online auf www.saac.at
Gepostet am 29. März 2012 ¬ 20:14h.adminKommentare deaktiviert
Es war im Winter 1998/1999 als zwei Innsbrucker Bergfexen sich Gedanken machten, in ihrem Heimatrevier der Nordkette interessierten Skifahrern und Snowboardern einmal in organisierter Art und Weise Risikostrategien fürs alpine Gelände zu vermitteln. Lawinenkurse und Camps gab’s damals noch so gut wie keine, und trotzdem überraschte den Bergführer Klaus Kranebitter und den Snowboarder Flow Daniaux der Ansturm auf ihr erstes Lawinencamp. Mit ein Grund dürfte sicher gewesen sein, dass Andreas „Junior“ Rauter von RED sich bereit erklärte, die Kosten für die Veranstaltung zu übernehmen.
Seither sind 13 Jahre vergangen, aus dem anfänglich einen Camp sind jeden Winter fast 30 Camps in diversen österreichischen Bundesländern und benachbarten Staaten geworden. Und der Ansturm auf die kostenlosen zweitägigen SAAC Basic Camps reißt nicht ab. Die SAAC-Philosophie, Lawinenwissen einfach aufbereitet kostenlos zur Verfügung zu stellen, hat sich als Erfolgsfaktor bestätigt, der auch bei Sponsoren und Partnern Türen öffnet. SAAC hat den Informationsbedarf von Freeridern und Tourengehern längst erkannt und entwickelt auch immer wieder neue Projekte. So sind in den vergangenen Jahren zu den Basic Camps auch die SAACnd Step Camps und die SNOWHOW Schullawinenkurse dazu gekommen.
SAAC Basic Camps und SAACnd Step Camp für Gehörlose
Ganz gemäß der Devise „Lawinenwissen für alle Powderfans“ wurden letzten Winter in Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle für Gehörlose in Innsbruck die Camps für Gehörlose fix ins SAAC-Programm aufgenommen. Insgesamt 14 Plätze bei den 2 Basic Camp Terminen am 17./18. Dezember 2011 in der Axamer Lizum und am 21/22. Jänner 2012 in der Wildschönau stellte SAAC für gehörlose TourengeherInnen und Freerider in dieser Saison wieder zur Verfügung. In Gebärdensprache übersetzt wurden die Tipps und Infos der SAAC-BergführerInnen von GebärdensprachdolmetscherInnen, die die Beratungsstelle organisiert hatte. Dieses einzigartige Angebot hat sich über die Tiroler Landesgrenzen hinaus herumgesprochen und gehörlose TeilnehmerInnen bis aus Wien angelockt.

„Das sehr informative und praxisnahe Lawinencamp wurde sehr strukturiert durchgeführt. Gefallen hat mir der Schwerpunkt am “lebenden” Objekt die Lawinensituation zu erkennen sowie zu analysieren. Das ist wirklich besser zu verstehen, wenn man einen erfahrenen Bergführer/in zur Seite hat!“ Franziska Schult.
Da die Basic Camps für Gehörlose bereits letzte Saison großen Zuspruch erfuhren, fanden sie heuer erstmals auch in einem SAACnd Step Camp für Gehörlose ihre Weiterentwicklung. Von 24. bis 26. Februar begaben sich 5 gehörlose TourengeherInnen mit einem staatlich geprüften Berg- und Skiführer sowie einem Gebärdensprachdolmetscher ins Sellraintal und auf den Tourenlehrpfad Lampsenspitze, wo sie gemeinsam Risikostrategien erarbeiteten, sich auf die Touren vorbereiteten und ihr Lawinenwissen erweiterten.

„Mir hat am Besten das Planen der Skitouren gefallen und das gemeinsame Tourgehen.Besonders beim Tourengehen war für mich das Erkennen und Einschätzen lernen der verschiedenen Gefahrenstellen sehr wichtig.“
Teilnehmer des Skitourencamps Praxmar
SAAC für Gehörlose wird nach 2 erfolgreichen Saisonen auch im kommenden Winter fortgesetzt werden. Weitere Gehörlose haben bereits ihr Interesse bekundet.
Infos unter www.saac.at , www.gehoerlos-tirol.at/beratungsstelle
Gepostet am 13. März 2012 ¬ 20:07h.adminKommentare deaktiviert
SNOWHOW Schullawinenkurse als coole Klassenaktivität mit wertvollen Inhalten

Bewusstseinsarbeit ist wichtig, beim Thema Alpine Gefahren sogar lebenswichtig. So haben sich die Organisatoren der SNOWHOW Schullawinenkurse heuer noch mehr ins Zeug gelegt und die seit 2006 an Innsbrucker AHS- und BHS-Schulen jeden Winter kostenlos stattfindenden Schullawinenkurse auf eine Reihe anderer Tiroler Städte ausgeweitet. Die Bilanz kann sich sehen lassen: Insgesamt 1.000 SchülerInnen in Innsbruck, Schwaz, Reutte, Landeck, Lienz und Telfs haben bei einem eintägigen Schullawinenkurs gemeinsam mit ihrer Klasse gelernt, vorauf es beim Risikomanagement abseits der gesicherten Pisten ankommt. Perfekte Schneebedingungen von Jänner bis März und eindrückliche Verhältnisse, die es einfach machten, den TeilnehmerInnen die Gefahren vor Ort näher zu bringen, begleiteten die 13 SNOWHOW Schullawinenkurse in Tirol.
Ohne die Unterstützung von Seiten der öffentlichen Hand und privater Sponsoren wäre aber ein solches Projekt nicht möglich. Ein großer Dank gilt den Städten und Gemeinde – hier besonders der Stadt Innsbruck als Vorreiter – sowie der Hypo Landesbank, den Liftbetreibern und Transportunternehmern, die zum einen die Skipässe für die SchülerInnen kostenlos zur Verfügung stellten und zum anderen die TeilnehmerInnen gratis und sicher von den Schulen in die Skigebiete und wieder zurück brachten.
Die Resonanz auf die SNOWHOW Schullawinenkurse ist ungebrochen gut. Viele Lehrpersonen haben bereits ihre Klassen für die nächste Saison vormerken lassen, andere wiederum treten an den Verein hinter der Initiative heran, um auch in ihrer Stadt und an ihrer Schule einen für die TeilnehmerInnen kostenlosen SNOWHOW Schullawinenkurs zu ermöglichen.
Bereits seit vergangenem Winter gibt es die Tiroler Initiative auch in Bayern. Die Idee wurde von SNOHOW Projektleiter Klaus Kranebitter über die Landesgrenzen hinausgetragen und erfreut sich auch dort reger Nachfrage. Für die SNOWHOW Verantwortlichen ist ein weiteres großes Ziel für die kommenden Saisonen, durch die Akquise von neuen Sponsoren und Partnern, die SNOWHOW Schullawinenkurse flächendeckend in Tirol anbieten zu können. In einem Pilotversuch startet SNOWHOW noch diesen Winter auch bei den ganz jungen mit der Aufklärung. SNOWHOW Juniors nennt sich das neueste Projekt des Vereins zur Gefahrensensibilisierung bei Schifahrern und Snowboardern in den Volksschulen. Die Volksschule Aldrans wird in diesem März mit einem halbtägigen Kurs die Juniors-Reihe eröffnen.
www.schullawinenkurse.at