Besucherrekord bei der Alpinmesse Innsbruck

Besucherrekord bei der Alpinmesse Innsbruck

Pünktlich zum Wintereinbruch und noch bevor die ersten Nicht-Gletscherskigebiete ihre Drehkreuze öffnen, lud die Alpinmesse Innsbruck wieder zur jährlichen Trendshow und Infoveranstaltung der Bergsportbranche. Über 13.500 Besucher ließen sich am 11. und 12. November in der Messe Innsbruck die aktuellen Produkte zeigen und sich über Verhalten am Berg, Techniken sowie Risiko schulen, um für die bevorstehende Saison gerüstet zu sein.

Samstag, 9 Uhr Messe Innsbruck: Hunderte von Bergsportfans tummeln sich bereits vor dem Haupteingang obwohl erst um 10 Uhr Einlass ist. Das für den Outdoorsport nicht gerade ideale Wetter spielt dem Kuratorium für alpine Sicherheit als Veranstalter der Alpinmesse Innsbruck sprichwörtlich in die Karten. Die Menschen stellen sich brav in den Schlangen vor der Kassa an und warten geduldig darauf, die neuesten Produkte der verschiedenen Wintersportartikelhersteller unter die Lupe nehmen zu können. Und sie werden nicht enttäuscht. Die 200 Aussteller haben nicht nur ihre Highlights für die Saison 17/18 bei der Alpinmesse mit dabei, sondern auch kompetentes Personal für fachkundige Beratungen.

Publikumsliebling Adam Ondra
Einer Person folgen die Massen aber auf Schritt und Tritt. Das Tschechische Klettertalent Adam Ondra muss am Samstag zwischen Interviews, Presseterminen und seiner bis auf den letzten Platz ausverkauften abendlichen Multimediashow mit Heinz Zak für Hunderte von Selfies und Autogrammen herhalten. Der Felsspezialist nimmt den Rummel um seine Person aber mit souveräner Gelassenheit und hat für jede Kamera ein Lächeln.

Mehr als nur eine Produktpräsentation
Die Alpinmesse Innsbruck war aber auch einmal mehr wertvolle Informationsquelle für Skifahrer, Tourengeher, Freerider, Kletterer und Trailrunner. In 19 kostenlosen Workshops ließen sich über 1.000 Messebesucher von Profis zu diversen bergsportlichen Themen schulen. Während die einen vor dem Haupteingang in einem riesigen Berg von Hackschnitzeln das Suchen mit dem LVS-Gerät übten, lernten die anderen in den Seminarräumen das Navigieren mit dem Smartphone, das Wachsen und Schleifen von Ski, den Bergwetter- und Lawinenbericht lesen oder Erste Hilfe Maßnahmen im Gebirge.

Nepal im Mittelpunkt
Unter sternförmig aufgehängten Gebetsfahnen hatten diesmal die Reiseveranstalter ihre Zelte in der Messehalle A aufgeschlagen.  Sie präsentierten spannende Ziele in der ganzen Welt, allen voran aber zahlreiche Möglichkeiten, Nepal und den Himalaya zu entdecken, die Kultur kennenzulernen und dort nicht nur Berge zu erleben. Um auf den Geschmack zu kommen, gab es auch nepalesische Köstlichkeiten zum Probieren.

Lawinen und andere Risiken
Parallel zum regen Treiben in den Hallen A und B, nahmen im Forum 2 den ganzen Samstagnachmittag laufend Besucher Platz, um den Experten bei ihren Vorträgen zu den neuesten Erkenntnissen aus der Lawinen- und Unfallforschung zu folgen. Sie hörten über neue Wege in der alpinen Notfallmedizin, was zu tun ist, wenn das Seil reißt und den Herausforderungen bei der Bergung von Verletzten beim Eisklettern. Einen ganz neuen Aspekt in die Diskussion brachte der Umgang mit Sozialen Medien beim Bergsport, in denen Risiken und Unfälle teilweise verharmlost dargestellt werden. Wie schnell im alpinen Gelände aber aus Spaß bitterer Ernst werden kann, zeigte auch das Lawinen Special am Sonntagnachmittag.

Get-together in der Freeride City
Wer in die Halle B1 gelangen wollte, der musste am Freeride Village vorbei und bekam so hautnah einen Einblick in die sehr stark gewordene Community der Freerider. Vor den Lounge- und Barbereich, wo sich nicht nur Powderfans entspannten und stärkten, reihten sich die Veranstalter von Freeride-Workshops und die Hersteller breiter Latten. Dazwischen sah man immer wieder die Gesichter bekannter Rider und hatte sogar die Möglichkeit mit ihnen zu quatschen.

ZUM VORMERKEN: Alpinmesse Innsbruck 2018 am  20./21. Oktober

SnowHow Saisonsauftakt in Obergurgl-Hochgurgl

Kostenloser Workshop Lawine am 16.12.2017

Noch vor der fette Powder alle Tiefschneehungrigen über die markierten Pisten hinauslockt, sollten Skifahrer und Snowboarder das Wissen rund um Lawinen und alpine Gefahren auf den aktuellen Stand bringen. Bei SnowHow zeigen staatlich geprüfte Berg- und Skiführer, worauf es beim Fahren im freien Gelände ankommt, welche Vorbereitungen und Vorsichtsmaßnahmen zu berücksichtigen sind und wie man am Berg vernünftige Entscheidungen trifft. Dafür steht neben Lawinenlage- und Wetterbericht auch die SnowHow-App als Werkzeug zur Verfügung, mit der man Steilheiten in Relation zur Gefahrenstufe setzen kann und so bestimmte Hänge an manchen Tagen schon von vorneherein ausschließt.

SNOWHOW SEASON KICK-OFF am 16.12.20.17 in Obergurgl-Hochgurgl
Der Auftakt der kostenlosen Workshop-Serie macht am 16. Dezember die Season-Kick-Off-Veranstaltung in Obergurgl-Hochgurgl. Obergurgl-Hochgurgl im Ötztal gehört zu den Top-Skigebieten der Alpen, garantiert bei einer Höhenlage von 1.800 bis 3.080 m eine lange Skisaison und startet am 16. November den Winterbetrieb.

Beim eintägigen SnowHow Workshop Lawine dort am 16. Dezember werden theoretische Inhalte der Lawinenkunde in kleinen Gruppen von maximal 7 Personen besprochen und sofort im Gelände angewendet. Nicht nur Einsteiger und leicht fortgeschrittene Freerider können davon profitieren, auch arrivierte Freerider und Tourengeher nehmen bei einer Auffrischung ihres Wissens auch wieder die neuesten Erkenntnisse aus der Lawinenforschung mit. Vom LVS-Check bis zur Notfallübung wird ein Tag am Berg durchgespielt und werden die Gefahrenzeichen sowie Tipps in die Powder-Runs eingebaut.

Die Themen des Workshops sind neben Lawinenlagebericht und Lawinengefahrenstufen, Steilheit und Geländekunde, Notfallmanagement sowie Standardmaßnahmen zur Risikominimierung. Mitmachen können alle Skifahrer und Snowboarder ab 14 Jahren, die mindestens schwarze Pisten gut beherrschen. Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos. Die Liftkarte ist selber zu organisieren. Leih-Notfallausrüstungen bestehend aus  LVS-Gerät, Schaufel, Sonde und Rucksack gibt’s von SnowHow gratis vor Ort. Da die Anzahl der Plätze begrenzt ist, sollte die Anmeldung frühzeitig erfolgen.

Infos und Anmeldung auf www.snowhow.info/freeride 

 

Alpinfieber Magazin 2017

Das Magazin zur Alpinmesse Innsbruck 2017 zum Stöbern, Lesen und Vorab-Informieren.

Link zum epaper: Alpinfieber Magazin 2017

 

Von der Spitze zur Breite

Eröffnungsdiskussion der Alpinmesse 2017

Der Bergsport und der Skisport im Speziellen haben sich in den letzten 30 Jahren enorm entwickelt. Das Material von heute ist mit jenem von damals nicht mehr vergleichbar. Die Alpinmesse Innsbruck zeigt als einzige Bergsportmesse Österreichs daher nicht nur die neuesten Trends und Produkte, sondern lädt auch Experten und das Publikum zu Diskussionen rund um den Sport und den damit verbundenen Themen ein. Gleich zur Eröffnung stellt die Alpinmesse Innsbruck 2017 in eine Expertenrunde die Frage, was die Materialentwicklung dem Skisport gebracht hat und was die Zukunft noch bereithält.

Kunst- und Verbundstoffe, Titanal, Fiberglas, Carbon und Kevlar haben im Skisport größtenteils Holz und Leder ersetzt. Die Ski sind breiter und taillierter geworden, die Geschwindigkeiten viel höher. Die Frage um das richtige Material ist für Teams und Sportler zu einer der wichtigsten geworden. Aber auch die Freizeitsportler lässt sie nicht mehr kalt. In der Folge sehen sich in zunehmendem Maße allerdings nicht nur die Profis trotz zahlreicher Sicherheitsmaßnahmen mit schweren Verletzungen konfrontiert, auch im Freizeitbereich wird das Risiko selbst mit verbesserter Ausrüstung keinesfalls geringer. Inwieweit die Risikobereitschaft bei den Renn- und Hobbysportlern mit der Verbesserung und Entwicklung von Ausrüstung und Sicherheitsequipment in den letzten 30 Jahren zugenommen hat und in welche Richtung sich der Skisport bewegt, versuchen die Experten zur Eröffnung der Alpinmesse am Samstag, den 11. November um 11 Uhr zu eruieren. Es diskutieren die Olympiasieger und Weltmeister Stefan Eberharter und Benjamin Raich, ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel, der Präsident des Österreichischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit Dr. Karl Gabl, der Geschäftsführer der Tirol Werbung Josef Margreiter und Tirols Landeshauptmann Günther Platter.

Alpinmesse Lawinen Special
Ein verändertes Risikoverhalten zeigt sich bei Freizeitsportlern auch, wenn es darum geht, das Abenteuer abseits der markierten Pisten zu finden. Aufklärungsarbeit in Sachen Lawinen und anderer alpiner Gefahren ist daher wichtig und seit jeher fixer Bestandteil der Alpinmesse. Patrick Nairz vom Lawinenwarndienst Tirol und Michael Larcher vom Österreichischen Alpenverein zeigen am Samstag, den 12. November um 14 Uhr im Forum 2 der Messe Innsbruck die wichtigsten fünf „Lawinenprobleme“ auf: Neuschnee, Triebschnee, Altschnee, Nassschnee und Gleitschnee. Sie erklären auch, wie mit einfachen Standardmaßnahmen und Vorkehrungen das Risiko reduziert werden kann. Der Eintritt ist mit Alpinmesse-Ticket kostenlos.

ALPINMESSE INNSBRUCK
in der Messe Innsbruck, Hallen A+B, Freigelände west und Forum 2

Öffnungszeiten Alpinmesse 
Samstag, 11.11.2017, 10 bis 19 Uhr
Sonntag, 12.11.2017, 10 bis 17 Uhr

Öffnungszeiten Alpinforum 
Samstag, 11.11.2017, 13 bis 18 Uhr

Multivisionsvorträge
Multivisionsvortrag Adam Ondra & Heinz Zak: Samstag, 11.11.2017, 19 Uhr, Forum 2
Multivisionsvortrag Peter Habeler: Sonntag, 12.11.2017, 17 Uhr, Forum 2

Lawinen Special
Sonntag, 12.11.2017, 14 Uhr, Forum 2

Eintrittspreise
Tageskarte für Erwachsene EUR 8,-
(Alpinforum, Vorträge und Workshops mit Ticket kostenlos)
Kinder und Jugendliche bis 16, Schüler und Studenten frei

Programmdetails, Ticketvorverkauf und Infos zu Ermäßigungen auf www.alpinmesse.info 

 

Mit Testski und Shuttle zum perfekten Powder-Erlebnis

Das Thule FreerideTestival 2018 presented by BMW xDrive feiert Jubiläum

Das Thule FreerideTestival presented by BMW xDrive feiert in diesem Winter sein fünfjähriges Jubiläum. Drei Tourstopps in Saalbach, Warth-Schröcken und auf dem Kaunertaler Gletscher, ein umfangreiches Rahmenprogramm sowie die chillige Thule-Lounge und der kostenlose BMW xDrive-Shuttle lassen auch in diesem Jahr keine Wünsche offen und sind ein absolutes Muss für Freerider und alle, die es noch werden wollen.

Der Auftakt des Thule FreerideTestival 2018 presented by BMW xDrive findet wieder im Salzburger Land statt, genauer gesagt in der Top-Destination Saalbach. Am 20. und 21. Januar 2018 schlägt das FreerideTestival seine Zelte an der Talstation des „12er Express“ im Ortsteil Hinterglemm auf. Von dort ist es nur ein Katzensprung in die bekannten Freeride-Sektoren am Schattberg, am Zwölferkogel und in Richtung des Freeride-Hotspots Fieberbrunn. Die weitläufigen und schneesicheren Hänge rund um den Fieberbrunner Wildseeloder zählen zu den besten Freeride-Möglichkeiten in der Region und ziehen nicht umsonst auch internationale Top-Events wie die Freeride World Tour an.

Der zweite Tourstopp bringt am 10. und 11. März Freeride-Fans aus dem gesamten Alpenraum an den Arlberg – und zwar nach Warth-Schröcken. Jede Menge Traumhänge, eine atemberaubende Kulisse, die perfekte Infrastruktur sowie durchschnittlich 11 Meter Naturschnee pro Jahr schaffen die idealen Voraussetzungen für ein Freeride-Wochenende vom allerfeinsten. Dank der Höhenlage sowie der zahlreichen Nordhänge bietet Warth-Schröcken perfekte Schneeverhältnisse bis weit ins Frühjahr. Und damit nicht genug! Mit der im letzten Winter eröffneten „Flexenbahn“ zwischen Zürs und Alpe Rauz wurde das Gebiet weiter bis nach St. Anton ausgedehnt und „Ski Arlberg“ damit zum größten zusammenhängenden Skigebiet Österreichs.

Mittlerweile zur schönen Tradition geworden ist, dass der abschließende Tourstopp im Kaunertal im Tiroler Oberland stattfindet. Am 17. und 18. März ist das FreerideTestival am Kaunertaler Gletscher zu Gast. Dieser zählt zu den besten und schneesichersten Freeride-Revieren der Alpen. Die große Höhe ist schon fast eine Garantie für feinsten Pulverschnee bis weit ins Frühjahr hinein und die Sonne sorgt Ende März meist für perfekte Bluebird Powder-Days bei angenehmen Temperaturen. Dank der enormen Weitläufigkeit des Gebiets und dem abwechslungsreichen Gelände lassen sich hier auch viele Tage nach dem letzten Schneefall noch unverspurte Hänge finden.

Beim Programm des Thule FreerideTestival presented by BMW xDrive haben sich die Organisatoren wieder ordentlich ins Zeug gelegt. Alle Tourstopps warten mit einem umfangreichen und auf die jeweilige Location perfekt angepassten Programm auf. Zwischen 25 und 50 Hersteller bieten vor Ort die einmalige Gelegenheit, das neuesteFreeride-Equipment kostenlos und unverbindlich auf Herz und Nieren zu testen. Das bedeutet über 250 verschiedene Produkte aus den Bereichen Ski und Snowboard sowie weiteres Zubehör wie Rucksäcke, LVS-Ausrüstung, Brillen und mehr. Daneben werden den Freeride-Begeisterten viele verschiedene Workshops, Kurse und andere Side-Events geboten.

Eines der Highlights ist dabei der kostenlose BMW xDrive Shuttle, der die Teilnehmer schnell, komfortabel und sicher vom Ende der besten Freeride-Runs zurück zum Lift bringt, während die Ausrüstung sicher in der Thule Dachbox verstaut wird. Und beim anschließenden Come-Together in der Thule Lounge lässt sich der Tag entspanntabschließen.

Weitere Informationen zum Thule FreerideTestival presented by BMW xDrive auf www.freeride-testival.com.

Smart am Berg

Mit den Alpinmesse Workshops gut vorbereitet

Neben der Produktschau mit über 200 Ausstellern und den neuesten Entwicklungen der Bergsportindustrie zählen vor allem die Workshops bei der Alpinmesse Innsbruck zu den Publikumsmagneten. In 19 verschiedenen Kursen und Übungen zu 74 Terminen werden am 11. und 12. November wieder 1.012 Plätze für insgesamt 9.460 Minuten Training angeboten. Dabei sind alle Workshops mit dem Eintrittsticket kostenlos und kann jeder Messebesucher zweimal am Tag mit Profis sein Wissen und Können erweitern.

Die Bandbreite der Workshops reicht von Alpiner Notfallversorgung bis zum Skiservice. Gleich mehrere Workshops widmen sich dem wichtigen Thema Tourenplanung und Orientierung mit Smartphones, App und Kartenmaterial. Auf dem 600m² großen LVS-Suchfeld starten im 20-Minuten-Takt jeweils 8 Teilnehmer mit einem Bergführer eine Verschüttetensuchübung. Außerdem gibt es die Möglichkeit Wetter- und Lawinenlageberichte lesen und interpretieren zu lernen, seine Höhenverträglichkeit zu testen und am Sturzsimulator Sicherungsgeräte auszuprobieren. Im Klettersteigkurs geht es um Ausrüstung, Seiltechnik und persönliche Grenzen, im Ski-Hochtouren Workshop um spezifische, alpine Gefahren. Jugendliche bekommen bei den Freeride Startern die Basics fürs Fahren abseits der markierten Pisten erklärt. Fotobegeisterte schärfen bei Bildoptimierung, Portraitfotografie oder Multishoot Techniken ihren Blick fürs Wesentliche. Abgerundet wird das Programm durch betreutes Slacklinen und Klettern. Die Anmeldung zu den Workshops ist vorab online möglich oder vor Ort am Alpinmesse Infostand in Halle A.

Alpinforum 2017
Das Expertentreffen im Alpinforum mit ausgiebiger Diskussionsmöglichkeit ist während der Alpinmesse eine weitere gute Möglichkeit, sich über den neuesten Wissenstand der alpinen Institutionen zu informieren. Neben dem aktuellen Unfallgeschehen und dem Anforderungsprofil beim Eisklettern wird dort heuer auch besprochen, warum Seile beim Klettern reißen können und wie man am Berg professionelle Notfallmedizin gewährleisten kann. Lawinen in den Sozialen Medien werden unter die Lupe genommen und in der abschließenden Diskussion wird versucht, den richtigen Ansatz in der Beurteilung der Lawinengefahr zu finden.

Programm Samstag, 11. November im Forum 2
13:15 Uhr: Alpinmedic  – neue Wege in der alpinen Notfallmedizin
13:45 Uhr: Das Seil reißt!? – Was ist passiert?
14:15 Uhr: Aktuelles Unfallgeschehen beim Eisklettern – Herausforderungen bei der Bergung
14:30 Uhr: Anforderungsprofil Eisfallklettern – Entscheidungen & Konsequenzen
16:00 Uhr: Avalanche goes social – Was soziale Medien beim Skitourengehen und Freunden bewirken
16:30 Uhr: Podiumsdiskussion: Die Beurteilung der lokalen Lawinengefahr: auf der Suche nach dem Königsweg der Entscheidungsfindung

Alle Details zu den Workshops und zum Alpinforum unter www.alpinmesse.info

 

SNOWHOW FREERIDE WORKSHOPS 17/18

Wer den Winter in den Bergen voll auskosten will und gerne auch mal abseits der markierten Pisten fährt, der muss sich mit dem Thema Lawinenkunde beschäftigen. Ohne Wissen und Vorbereitung in Powderhänge zu stechen und seine Lines darin zu ziehen wäre mehr als verantwortungslos. Geht es doch bei Lawinenunfällen nicht immer nur um das eigene Leben, sondern auch um das Leben anderer. SNOWHOW macht es aber jedem Freerider und Tourengeher seit über 10 Jahren leicht, an Wissen zu gelangen. In kostenlosen Workshops werden in Zusammenarbeit mit Bergbahnen und Tourismusregionen lawinenkundliche Inhalte und Verhaltensmaßnahmen leicht verständlich aufbereitet und von staatlich geprüften Berg- und Skiführern vermittelt.

Bei SNOWHOW Freeride geht es um Lawinen, alpine Gefahren, Risikomanagement und natürlich Tiefschnee, denn der ist die Grundlage des weißen Vergnügens. In den SNOWHOW FREERIDE Workshops Lawine kommen auch digitale Werkzeuge für die Routenplanung und Gefahrenbeurteilung zum Einsatz. So wird zum Beispiel mittels eigener SNOWHOW Freeride App die Steilheit eines Hanges in Relation zur Lawinengefahrenstufe gebracht und dementsprechendes Verhalten gelehrt. Die zweitägigen Workshops beginnen am Vortag mit einem Theorievortrag. Der Praxisteil am darauffolgenden Tag vertieft diese Inhalte nochmals. Dort geht es in Gruppen von maximal 7 Personen ins Gelände, wo die SNOWHOW Bergführer die Grundlagen erklären wie zum Beispiel die Planung eines Freeride-Tages und wie man im Backcountry vernünftige Entscheidungen trifft. Sie zeigen die Basics zu Geländekunde und Hangneigungen, Lawinenlagebericht und lehren die Interpretation der Warnstufen, Standardmaßnahmen im Gelände sowie Notfallmanagement.

Die Teilnahme an den SNOWHOW Workshops Lawine ist kostenlos. Für jeden Termin gibt es aber nur eine begrenzte Anzahl Plätze. Deshalb ist eine rechtzeitige Anmeldung erforderlich. Dafür ist die Leih-Notfallausrüstung bestehend aus  LVS-Gerät, Schaufel, Sonde und Rucksack gratis. Um das Liftticket muss sich allerdings jeder selber kümmern.

17./18.01.2018 SNOWHOW Workshop Lawine in Obergurgl-Hochgurgl 
Dieser Workshop Lawine findet im Rahmen der Powder-Snow-Week Obergurgl statt.
17.01.: 18:00 Uhr Lawinenvortrag
18.01.: 09:00 bis 15:30 Uhr, Treffpunkt: Talstation Festkogelbahn

03./04.02.2018 SNOWHOW Workshop Lawine Freeride City Innsbruck / Axamer Lizum
03.02.: 18:00 Uhr Lawinenvortrag im Café Brennpunkt in den Viaduktbögen in Innsbruck
04.02.: 09:00 bis 15:30 Uhr Praxis im Skigebiet Axamer Lizum

10/11.02.2018 SNOWHOW Workshop Lawine Freeride City Innsbruck / Nordkette
10.02.: 18:00 Uhr Lawinenvortrag im Café Brennpunkt in den Viaduktbögen in Innsbruck
11.02.: 09:00 bis 15:30 Uhr Praxis im Skigebiet Nordkette

Termin noch offen: SNOWHOW Workshop Lawine bei den Bergbahnen Alpbach
Infos und Anmeldung auf www.snowhow.info/freeride

 

SNOWHOW BEI DER ALPINMESSE INNSBRUCK

11.11.: 19:00 Uhr kostenloser SNOWHOW Multimedia-Vortrag zum Thema Lawinenkunde im Rahmen der Freeride Filmbase im Metropol Kino Innsbruck
11.11.: 10:00 bis 19:00 Uhr SNOWHOW mit eigenem Stand Nr. 126 im Freeride Village, Halle B0
12.11.: 10:00 bis 17:00 Uhr SNOWHOW mit eigenem Stand Nr. 126 im Freeride Village, Halle B0
12.11.: 11:30 Uhr SNOWHOW Präsentation in der OPEN FACES Lounge im Freeride Village

 

Schnellste Schmugglerin überrascht bei der 1. Frauen Berg Gaudi im Montafon

Wie bringt man fast 300 Frauen jeden Alters gemeinsam auf den Berg? Nein, man verlegt keinen Ausverkauf in die Höhe, man – besser gesagt frau in Person von Verena Eugster und Patricia Zupan – organisiert einfach die 1. Frauen Berg Gaudi im Vorarlberger Montafon –  ein Trailrunning Bewerb, bei dem auch gemütlich gewandert werden darf – und schon stehen 262 Damen frühmorgens an der Talstation der Schafbergbahn in Gargellen Schlange und motivieren sich gegenseitig, trotz trüber Wetteraussichten den 8,5 Kilometer langen und 600 Höhenmeter zählenden Schmugglerpfad zwischen Österreich und der Schweiz in Angriff zu nehmen.

Gut, die Aussicht auf Schmugglerware in Form von Nudeln und Schokolade mag vielleicht mit ein Grund gewesen sein, dass sich am Samstag, den 9. September so viele weibliche Trailrunning- und Wanderfans im Montafon eingefunden haben. Sicherlich war es aber nur bei den ganz Sportlichen die Aussicht auf den Sieg. Konkurrenzgedanken waren nirgendwo zu spüren. Die Frauen gaben sich gegenseitig vor dem Start Ausrüstungstipps und spornten einander an, alles für eine persönliche Höchstleistung zu geben. Es ging nicht darum, irgendwem etwas zu beweisen, es ging nur darum, den inneren Schweinehund zu überwinden und bei frischen, einstelligen Plusgraden, Nieselregen und Nebel so schnell wie möglich die Strecke zwischen Vorarlberg und dem Prättigau zu absolvieren.

Wäre der Wettergott eine Frau, dann hätte sie sicher Einsicht mit den aus dem In- und Ausland extra für die 1. Frauen Berg Gaudi nach Gargellen angereisten Damen gehabt. So weinte der Himmel und schickte winterliche Temperaturen herab. Weil aber bekanntlich Frauen das stärkere Geschlecht sind, konnte sie das Wetter nicht beirren. Gerne ließen sie sich von den Männern anfeuern und zur Aufwärmrunde von Martin Böckle am Mikrofon und Andreas Zupan am DJ-Pult einheizen. Als um kurz nach 10:00 Uhr dann der Startschuss fiel, preschten die Favoritinnen – unter ihnen Berglauf-Spezialistin Eva Aschaber – im Eiltempo davon. Ganz hinten vor dem „Besengeher“ der Bergrettung nahmen es die Frauen jedoch gemütlich und hatten noch Zeit für ein Pläuschchen.

Anfänglich noch als Karawane auf dem ersten Abschnitt des Schmugglerpfades unterwegs, brach die Truppe bald auseinander. Die 56 Starterinnen der Kategorie Trailrun,  aber auch zahlreiche der 81 Damen aus der Hobbyklasse, wollten es wissen und kamen im Laufschritt übers St. Antönier Joch (2.379 m). Die ambitionierten Ladies gönnten sich nicht mal eine Pause an den Verpflegungsstationen. Erst später bei den Genuss- & Wanderladies wurden die Helfer ihre zu Fuß auf den Berg geschleppten Riegel und Getränke los.

Eva Aschaber vom Union Berglaufteam Sparkasse Bludenz führte lange Zeit die Läuferinnen an. Als es zwischen St. Antönier Joch (2.379 m) und Gafierjoch (2.415 m) flacher wurde, musste sie jedoch die erst 26-jährige und bislang unbekannte Larissa Gabriel aus Nenzing vorbeiziehen lassen. Wie Eva Aschaber anschließend betonte, liegen ihre eigenen Schwächen bergab. Nur bergauf könne sie punkten, meinte sie. Larissa Gabriel brauchte auch tatsächlich nur noch knapp 13 Minuten für die 285 Höhenmeter hinunter ins Ziel beim Schafberg Hüsli und sicherte sich mit einer Spitzenzeit von 1:13:19,7 über 3 Minuten vor Eva Aschaber und mehr als 6 Minuten vor der Drittplatzierten Sarah Schönherr ihren ersten Sieg bei einem Trailrun.

„Ich habe heuer meinen ersten Trailrun probiert und war sofort begeistert von dem Sport. Ich habe mich fast nicht getraut die Führende zu überholen, weil ich nicht glaubte, gegen Eva Aschaber eine Chance zu haben. Aber dann wurde ich abwärts noch schneller, und es war einfach nur geil“, meine Larissa Gabriel nach ihrem Sieg.

Viel Applaus vom wetterfesten Publikum ernteten auch die restlichen Damen. Fast alle, darunter mit Jahrgang 1941 die älteste Teilnehmerin und mit Jahrgang 2006 die jüngste Teilnehmerin, schafften unter der offiziell angegebenen Gehzeit von 4 Stunden den Schmugglerpfad.

Alle Ergebnisse auf www.frauenberggaudi.com