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Der Pillersee war Mittelpunkt des ROCKdays Kletterfestivals 2019

Rundherum die Steinberge und mittendrinnen ein See. Das Pillerseetal stand am vergangenen Wochenende ganz im Zeichen des Klettersportes und machte sein namensgebendes Gewässer zum Mittelpunkt der ROCKdays 2019. Die Kitzbüheler Bergführer hatten zusammen mit dem Tourismusverband und der Bergbahn Steinplatte zum Kletterfestival geladen, und zahlreiche Kletterfans waren der Einladung gefolgt, bei kostenlosen Workshops Techniken zu erlernen oder ihr Können auf das nächste Level zu heben. Publikumsmagnet war der neu konzipierte ROCKwarrior Bewerb für jedermann, bei dem diverse Kletterstationen in der schnellstmöglichen Zeit gemeistert werden mussten. Nicht weniger als 70 Kinder und Jugendliche nahmen daran teil und entwickelten dabei einen besonderen Ehrgeiz. Auch die Erwachsenen kürten ihre Sieger. David Widauer aus Going am Wilden Kaiser und Sabine Lechner aus St. Johann in Tirol gingen am Ende aus dem spektakulären Wettkampf als Gewinner hervor.

Als am Freitagabend bei Einbruch der Dunkelheit die amerikanische Kletterlegende Alex Honnold auf die Leinwand trat und der Oscar gekrönte Film „Free Solo“ gestartet wurde, war es binnen Sekunden mucksmäuschenstill im vollbesetzten Gastgarten des Adolariwirtes in St. Ulrich. Die Geschichte über die seilfreie Solo-Besteigung des El Capitan im Yosemite Valley fesselte die Besucher zum Auftakt des ROCKdays Kletterfestivals nicht nur wegen der unglaublichen, sportlichen Leistung. Der starke, „eigensinnige“ Charakter des Extremkletterers sorgte noch eine Weile nach Filmende für Gesprächsstoff.

Der ROCKsaturday brachte die Kletterfans dann direkt bei der Seebühne zusammen. Salewa und Red Chilli hatten Equipment zum kostenlosen Testen bereitgestellt, die verschiedenen Gruppen von Klettersteiggehern, über Kletter-Einsteiger, Kinder und Alpinkletterer versammelten sich zum Start ihrer Workshops. Stand-Up-Paddels wurden hergerichtet und Neopren-Anzüge fürs Canyoning ausgepackt. Um 10:00 Uhr schwärmten alle dann mit den Kitzbüheler Bergführern in die umliegenden Klettergärten Adolari, Halsergrund, Wiesensee und auf die Steinplatte aus, während die Canyoning-Abenteurer mit den Guides der FunConnection Richtung Teufelsklamm marschierten. Bis 15:00 Uhr wurde an den verschiedenen Orten dem jeweiligen Level entsprechend geklettert. Zurück am Festivalgelände machten sich die Kinder sofort daran, den ROCKwarrior Parcours zu testen und sich für den Bewerb vorzubereiten. Auch ein Regenschauer konnte sie nicht davon abhalten. Die glücklichen Gewinner waren am Ende Emma Huber und Benjamin Simair aus St. Ulrich am Pillersee.

Denn spannendsten Teil des ROCKsaturday und Höhepunkt des Tages lieferten die Kitzbüheler Bergführer dann selber auf dem ROCKwarrior Parcours. Zusammen mit dem Publikum heizten sie sich gegenseitig immer mehr zu neuen Bestzeiten an, bis sich schließlich im Finale Bergführer David Widauer aus Going am Wilden Kaiser als Sieger und mit einer Zeit von 2:00:50 Minuten zum schnellsten und somit ersten ROCKwarrior küren lassen durfte. Bei den Frauen war Sabine Lechner aus St. Johann die Schnellste.

Obwohl der Wetterbericht für den ROCKsunday keine guten Prognosen gestellt hatte und am Morgen noch dicke Nebelschwaden über die Steinplatte zogen, herrschte bereits um 09:00 Uhr an der Talstation in Waidring voll motivierte Stimmung. Die Kitzbüheler Bergführer organisierten sich wieder in Gruppen – von den Klettersteiggehern über die Kletter-Einsteiger bis zu den Mehrseillängentourengehern – und verteilten sich in den einzelnen Sektionen an der 200 m hohen und 7 km langen Steinplatte, die mit 170 Sportkletter- und Mehrseillängenrouten vom 4. bis zum 8. Schwierigkeitsgrad mehr als genug Möglichkeiten für jedes Können bietet. Und so konnten die Veranstalter des ROCKdays Kletterfestival am Nachmittag beim Abschlußessen im Panoramarestaurant Kammerkör nur glückliche Gesichter begrüßen und bereits Pläne für das ROCKdays Kletterfestival 2020 schmieden.

www.rockdays.at

 

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