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Licht und Schatten am Berg: Das Alpinforum spricht Klartext

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Unfälle können passieren. Das Kuratorium für alpine Sicherheit setzt mit diversen Maßnahmen alles daran, Bergsportler umfassend in Punkto Risikominimierung zu informieren, um sie erst gar nicht in eine kritische Situation kommen zu lassen. Ganz ausschließen kann man aber nie, dass mal etwas schief geht. Deshalb sprechen die Experten im diesjährigen Alpinforum auch Tacheles. Was ist wenn? Was passiert danach? Wie geht man mit Tod und Invalidität um? Was übernimmt die Versicherung?

Im Schnitt sterben jährlich 295 Menschen beim Bergsport in den Alpen. Die Tendenz ist zwar durch gute Präventionsarbeit rückläufig, trotzdem ist jeder Tote einer zuviel. Unter dem Titel „Licht & Schatten am Berg“ nehmen sich die Vortragenden und Diskussionsteilnehmer des Alpinforums 2018 jener Themen an, über die nicht so gerne gesprochen wird. Es sind die Seiten des Bergsportes, die mit Schmerz, Trauer, Abschied nehmen und tiefen Einschnitten im Leben zu tun haben. Wie geht man mit dem Tod um, welche versicherungstechnischen Konsequenzen kann ein Unfall haben, und wie lebt man mit eventuellen Folgen?

Zwischen 13 und 17 Uhr wird am Samstag, den 20. Oktober während der Alpinmesse im Forum 2 der Messe Innsbruck analysiert und diskutiert. Sachverständiger, Expeditionsleiter und Bergführer Walter Zörer sowie Bergrettungs-Einsatzleiter und Versicherungsexperte Markus Wolf nehmen sich gleich zu Beginn des ersten Blockes der Fragen und Antworten zu Haftung und Versicherungsschutz im In- und Ausland an. Sie erklären anhand von Unfallbeispielen aus verschiedenen Bergsportdisziplinen, was alles passieren kann, wie der versicherungstechnische Hintergrund dazu aussieht und wie jeder Bergsportler vorsorgen sollte.

Nach der Pause berichtet Kletterprofi Markus Hofbauer von seinem Eiskletterunfall, der ihm im Februar 2017 beinahe das Leben gekostet hat. Sein Unfall war einer der schwersten Eiskletterunfälle der letzten Jahre. Dabei hat er nicht mal einen Fehler gemacht. Als Athlet des Paraclimbing Team Austria 2018 hat Markus Hofbauer aber eine neue Chance bekommen. Die Frage nach der Höhe des Risikos, das man eingehen darf, will er beim Alpinforum 2018 mit dem Publikum ausdiskutieren.

Zum Schluss des Alpinforums 2018 stellt Psychologin, Bestatterin und Buchautorin Dr. Christine Pernlochner-Kügler noch Möglichkeiten des Abschiednehmens vor, erklärt wie der Weg vom Schockzustand zur gesunden Verarbeitung verlaufen kann und wie man Krisensituationen bewältigt. Denn ein überraschender Tod am Berg hinterlässt bei den Angehörigen oft tiefe Spuren. Rituale in der Natur können da helfen.

Alpinforum 2018
Samstag, 20. Oktober, 13 bis 17 Uhr
Forum 2, Messe Innsbruck
Besuch mit dem Alpinmesseticket kostenlos

Ticketpreise und Programmdetails auf www.alpinmesse.info

Besucherrekord bei der Alpinmesse Innsbruck

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Pünktlich zum Wintereinbruch und noch bevor die ersten Nicht-Gletscherskigebiete ihre Drehkreuze öffnen, lud die Alpinmesse Innsbruck wieder zur jährlichen Trendshow und Infoveranstaltung der Bergsportbranche. Über 13.500 Besucher ließen sich am 11. und 12. November in der Messe Innsbruck die aktuellen Produkte zeigen und sich über Verhalten am Berg, Techniken sowie Risiko schulen, um für die bevorstehende Saison gerüstet zu sein.

Samstag, 9 Uhr Messe Innsbruck: Hunderte von Bergsportfans tummeln sich bereits vor dem Haupteingang obwohl erst um 10 Uhr Einlass ist. Das für den Outdoorsport nicht gerade ideale Wetter spielt dem Kuratorium für alpine Sicherheit als Veranstalter der Alpinmesse Innsbruck sprichwörtlich in die Karten. Die Menschen stellen sich brav in den Schlangen vor der Kassa an und warten geduldig darauf, die neuesten Produkte der verschiedenen Wintersportartikelhersteller unter die Lupe nehmen zu können. Und sie werden nicht enttäuscht. Die 200 Aussteller haben nicht nur ihre Highlights für die Saison 17/18 bei der Alpinmesse mit dabei, sondern auch kompetentes Personal für fachkundige Beratungen.

Publikumsliebling Adam Ondra
Einer Person folgen die Massen aber auf Schritt und Tritt. Das Tschechische Klettertalent Adam Ondra muss am Samstag zwischen Interviews, Presseterminen und seiner bis auf den letzten Platz ausverkauften abendlichen Multimediashow mit Heinz Zak für Hunderte von Selfies und Autogrammen herhalten. Der Felsspezialist nimmt den Rummel um seine Person aber mit souveräner Gelassenheit und hat für jede Kamera ein Lächeln.

Mehr als nur eine Produktpräsentation
Die Alpinmesse Innsbruck war aber auch einmal mehr wertvolle Informationsquelle für Skifahrer, Tourengeher, Freerider, Kletterer und Trailrunner. In 19 kostenlosen Workshops ließen sich über 1.000 Messebesucher von Profis zu diversen bergsportlichen Themen schulen. Während die einen vor dem Haupteingang in einem riesigen Berg von Hackschnitzeln das Suchen mit dem LVS-Gerät übten, lernten die anderen in den Seminarräumen das Navigieren mit dem Smartphone, das Wachsen und Schleifen von Ski, den Bergwetter- und Lawinenbericht lesen oder Erste Hilfe Maßnahmen im Gebirge.

Nepal im Mittelpunkt
Unter sternförmig aufgehängten Gebetsfahnen hatten diesmal die Reiseveranstalter ihre Zelte in der Messehalle A aufgeschlagen.  Sie präsentierten spannende Ziele in der ganzen Welt, allen voran aber zahlreiche Möglichkeiten, Nepal und den Himalaya zu entdecken, die Kultur kennenzulernen und dort nicht nur Berge zu erleben. Um auf den Geschmack zu kommen, gab es auch nepalesische Köstlichkeiten zum Probieren.

Lawinen und andere Risiken
Parallel zum regen Treiben in den Hallen A und B, nahmen im Forum 2 den ganzen Samstagnachmittag laufend Besucher Platz, um den Experten bei ihren Vorträgen zu den neuesten Erkenntnissen aus der Lawinen- und Unfallforschung zu folgen. Sie hörten über neue Wege in der alpinen Notfallmedizin, was zu tun ist, wenn das Seil reißt und den Herausforderungen bei der Bergung von Verletzten beim Eisklettern. Einen ganz neuen Aspekt in die Diskussion brachte der Umgang mit Sozialen Medien beim Bergsport, in denen Risiken und Unfälle teilweise verharmlost dargestellt werden. Wie schnell im alpinen Gelände aber aus Spaß bitterer Ernst werden kann, zeigte auch das Lawinen Special am Sonntagnachmittag.

Get-together in der Freeride City
Wer in die Halle B1 gelangen wollte, der musste am Freeride Village vorbei und bekam so hautnah einen Einblick in die sehr stark gewordene Community der Freerider. Vor den Lounge- und Barbereich, wo sich nicht nur Powderfans entspannten und stärkten, reihten sich die Veranstalter von Freeride-Workshops und die Hersteller breiter Latten. Dazwischen sah man immer wieder die Gesichter bekannter Rider und hatte sogar die Möglichkeit mit ihnen zu quatschen.

ZUM VORMERKEN: Alpinmesse Innsbruck 2018 am  20./21. Oktober

Von der Spitze zur Breite

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Eröffnungsdiskussion der Alpinmesse 2017

Der Bergsport und der Skisport im Speziellen haben sich in den letzten 30 Jahren enorm entwickelt. Das Material von heute ist mit jenem von damals nicht mehr vergleichbar. Die Alpinmesse Innsbruck zeigt als einzige Bergsportmesse Österreichs daher nicht nur die neuesten Trends und Produkte, sondern lädt auch Experten und das Publikum zu Diskussionen rund um den Sport und den damit verbundenen Themen ein. Gleich zur Eröffnung stellt die Alpinmesse Innsbruck 2017 in eine Expertenrunde die Frage, was die Materialentwicklung dem Skisport gebracht hat und was die Zukunft noch bereithält.

Kunst- und Verbundstoffe, Titanal, Fiberglas, Carbon und Kevlar haben im Skisport größtenteils Holz und Leder ersetzt. Die Ski sind breiter und taillierter geworden, die Geschwindigkeiten viel höher. Die Frage um das richtige Material ist für Teams und Sportler zu einer der wichtigsten geworden. Aber auch die Freizeitsportler lässt sie nicht mehr kalt. In der Folge sehen sich in zunehmendem Maße allerdings nicht nur die Profis trotz zahlreicher Sicherheitsmaßnahmen mit schweren Verletzungen konfrontiert, auch im Freizeitbereich wird das Risiko selbst mit verbesserter Ausrüstung keinesfalls geringer. Inwieweit die Risikobereitschaft bei den Renn- und Hobbysportlern mit der Verbesserung und Entwicklung von Ausrüstung und Sicherheitsequipment in den letzten 30 Jahren zugenommen hat und in welche Richtung sich der Skisport bewegt, versuchen die Experten zur Eröffnung der Alpinmesse am Samstag, den 11. November um 11 Uhr zu eruieren. Es diskutieren die Olympiasieger und Weltmeister Stefan Eberharter und Benjamin Raich, ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel, der Präsident des Österreichischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit Dr. Karl Gabl, der Geschäftsführer der Tirol Werbung Josef Margreiter und Tirols Landeshauptmann Günther Platter.

Alpinmesse Lawinen Special
Ein verändertes Risikoverhalten zeigt sich bei Freizeitsportlern auch, wenn es darum geht, das Abenteuer abseits der markierten Pisten zu finden. Aufklärungsarbeit in Sachen Lawinen und anderer alpiner Gefahren ist daher wichtig und seit jeher fixer Bestandteil der Alpinmesse. Patrick Nairz vom Lawinenwarndienst Tirol und Michael Larcher vom Österreichischen Alpenverein zeigen am Samstag, den 12. November um 14 Uhr im Forum 2 der Messe Innsbruck die wichtigsten fünf „Lawinenprobleme“ auf: Neuschnee, Triebschnee, Altschnee, Nassschnee und Gleitschnee. Sie erklären auch, wie mit einfachen Standardmaßnahmen und Vorkehrungen das Risiko reduziert werden kann. Der Eintritt ist mit Alpinmesse-Ticket kostenlos.

ALPINMESSE INNSBRUCK
in der Messe Innsbruck, Hallen A+B, Freigelände west und Forum 2

Öffnungszeiten Alpinmesse 
Samstag, 11.11.2017, 10 bis 19 Uhr
Sonntag, 12.11.2017, 10 bis 17 Uhr

Öffnungszeiten Alpinforum 
Samstag, 11.11.2017, 13 bis 18 Uhr

Multivisionsvorträge
Multivisionsvortrag Adam Ondra & Heinz Zak: Samstag, 11.11.2017, 19 Uhr, Forum 2
Multivisionsvortrag Peter Habeler: Sonntag, 12.11.2017, 17 Uhr, Forum 2

Lawinen Special
Sonntag, 12.11.2017, 14 Uhr, Forum 2

Eintrittspreise
Tageskarte für Erwachsene EUR 8,-
(Alpinforum, Vorträge und Workshops mit Ticket kostenlos)
Kinder und Jugendliche bis 16, Schüler und Studenten frei

Programmdetails, Ticketvorverkauf und Infos zu Ermäßigungen auf www.alpinmesse.info 

 

Smart am Berg

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Mit den Alpinmesse Workshops gut vorbereitet

Neben der Produktschau mit über 200 Ausstellern und den neuesten Entwicklungen der Bergsportindustrie zählen vor allem die Workshops bei der Alpinmesse Innsbruck zu den Publikumsmagneten. In 19 verschiedenen Kursen und Übungen zu 74 Terminen werden am 11. und 12. November wieder 1.012 Plätze für insgesamt 9.460 Minuten Training angeboten. Dabei sind alle Workshops mit dem Eintrittsticket kostenlos und kann jeder Messebesucher zweimal am Tag mit Profis sein Wissen und Können erweitern.

Die Bandbreite der Workshops reicht von Alpiner Notfallversorgung bis zum Skiservice. Gleich mehrere Workshops widmen sich dem wichtigen Thema Tourenplanung und Orientierung mit Smartphones, App und Kartenmaterial. Auf dem 600m² großen LVS-Suchfeld starten im 20-Minuten-Takt jeweils 8 Teilnehmer mit einem Bergführer eine Verschüttetensuchübung. Außerdem gibt es die Möglichkeit Wetter- und Lawinenlageberichte lesen und interpretieren zu lernen, seine Höhenverträglichkeit zu testen und am Sturzsimulator Sicherungsgeräte auszuprobieren. Im Klettersteigkurs geht es um Ausrüstung, Seiltechnik und persönliche Grenzen, im Ski-Hochtouren Workshop um spezifische, alpine Gefahren. Jugendliche bekommen bei den Freeride Startern die Basics fürs Fahren abseits der markierten Pisten erklärt. Fotobegeisterte schärfen bei Bildoptimierung, Portraitfotografie oder Multishoot Techniken ihren Blick fürs Wesentliche. Abgerundet wird das Programm durch betreutes Slacklinen und Klettern. Die Anmeldung zu den Workshops ist vorab online möglich oder vor Ort am Alpinmesse Infostand in Halle A.

Alpinforum 2017
Das Expertentreffen im Alpinforum mit ausgiebiger Diskussionsmöglichkeit ist während der Alpinmesse eine weitere gute Möglichkeit, sich über den neuesten Wissenstand der alpinen Institutionen zu informieren. Neben dem aktuellen Unfallgeschehen und dem Anforderungsprofil beim Eisklettern wird dort heuer auch besprochen, warum Seile beim Klettern reißen können und wie man am Berg professionelle Notfallmedizin gewährleisten kann. Lawinen in den Sozialen Medien werden unter die Lupe genommen und in der abschließenden Diskussion wird versucht, den richtigen Ansatz in der Beurteilung der Lawinengefahr zu finden.

Programm Samstag, 11. November im Forum 2
13:15 Uhr: Alpinmedic  – neue Wege in der alpinen Notfallmedizin
13:45 Uhr: Das Seil reißt!? – Was ist passiert?
14:15 Uhr: Aktuelles Unfallgeschehen beim Eisklettern – Herausforderungen bei der Bergung
14:30 Uhr: Anforderungsprofil Eisfallklettern – Entscheidungen & Konsequenzen
16:00 Uhr: Avalanche goes social – Was soziale Medien beim Skitourengehen und Freunden bewirken
16:30 Uhr: Podiumsdiskussion: Die Beurteilung der lokalen Lawinengefahr: auf der Suche nach dem Königsweg der Entscheidungsfindung

Alle Details zu den Workshops und zum Alpinforum unter www.alpinmesse.info

 

Schauen, informieren, lernen bei der Alpinmesse Innsbruck 2017

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Die Alpinmesse Innsbruck öffnet auch diesen Herbst wieder ihre Tore und zeigt von 11. bis 12. November, was in Sachen Bergsport im Trend liegt. Vor allem aber präsentiert die einzige Bergsport-Messe Österreichs neben den neuesten Produkten und Entwicklungen den aktuellen Wissensstand der Lawinenwarner, Bergführer und alpinen Institutionen. Seit über 10 Jahren ist die Alpinmesse Innsbruck nun schon Treffpunkt für alle, die die Berge lieben und sich gerne dort bewegen. Und das Spektrum wird immer breiter. Zum Skifahren, Tourengehen und Freeriden haben sich längst Klettern und Trailrunning gesellt. Neben den über 200 Ausstellern sind es auch das Alpinforum, die Multimedia-Shows, Vorträge und Workshops, die zur Vorbereitung auf den neuen Winter nach Innsbruck locken. 

Die Alpinmesse Innsbruck hat sich allen Bergsportarten verschrieben und bietet dazu ein umfassendes Angebot. Es sind aber nicht mehr nur die Alpen, deren Ziele und Szene, mit denen sich die Alpinmesse beschäftigt. Der Reisebereich wächst und wächst und stellt heuer sogar ein Nepal-Dorf in seine Mitte. Bekannte Reiseveranstalter berichten und informieren über Expeditionen und Trekkings, über ferne Abenteuer und andere Kulturen. Außerdem wird auf der Reisebühne mit laufenden Vorträgen die Sehnsucht nach besonderen Erlebnissen geweckt.

Auf der Hauptbühne in der Halle A hingegen kommen stündlich Profis zu Wort, die über die neuesten Erkenntnisse in Sachen alpiner Sicherheit bestens Bescheid wissen. Zwei Experten gehen im Lawinenvortrag ergänzend dazu noch tiefer auf Risiko und Verhaltensmaßnahmen ein. In den Workshops kann dann unter anderem dieses neu erworbene Wissen praktisch umgesetzt werden. Es wird dort der Umgang mit dem LVS-Gerät geübt, das Lesen und Verstehen des Lawinelageberichtes geschult und gezeigt, wie man Touren richtig plant. Aber auch Slacklinen, Klettern sowie Trailrunning kann dort kostenlos ausprobiert werden.

Ein weiterer Publikumsmagnet ist das Freeride Village. Zwischen breiten Latten, Airbags, Boots uvm. der spezifischen Marken tummeln sich dort auf 600 m² Pro-Rider und Youngsters sowie alle, die die Stars der Szene kennenlernen, Contestluft schnuppern und News austauschen wollen. Neben den Freeridern haben auch die Kletterer bei der Alpinmesse Innsbruck ihre eigene Plattform. Der Blocalpin wird seit 5 Jahren direkt auf der Messe als Titelkampf der Tiroler Kletterelite ausgetragen und lockt Groß und Klein an die AV-Boulderwand.

Expertentreffen beim Alpinforum 
Die Alpinmesse Innsbruck ist aus dem Alpinforum heraus gewachsen. Deshalb bildet die Experten- und Diskussionsrunde am Samstagnachmittag nach wie vor die Grundlage für die Messe. Alpinisten, Bergführer und Vertreter alpiner Institutionen tun ihre Meinung zu aktuellen Themen des Bergsportes kund und geben Anstöße zur Diskussion. Ihre Erkenntnisse sollen allen Bergsportlern Hilfestellung bei Entscheidungen liefern und Fehler sowie Unfälle vermeiden. In den zwei Blöcken mit anschließender Podiumsdiskussion behandeln die Experten unter anderem neue Wege in der Notfallmedizin sowie das aktuelle Unfallgeschehen. Die derzeitigen Ausbildungsstandards fürs Eisklettern werden aufgezeigt und das Verhalten in den sozialen Medien in Zusammenhang mit dem Skitourengehen unter die Lupe genommen.

Multimedia-Shows mit Adam Ondra, Heinz Zak und Peter Habeler
Als abendliches Highlight betreten wieder Persönlichkeiten des Bergsportes die große Bühne im Forum 2. Allen voran der Tscheche Adam Ondra, der seit er 13 Jahre alt ist zur Weltspitze und zu den besten Kletterern der Welt gehört. Er bringt Heinz Zak mit, der ihn in vielen Routen begleitet, fotografiert und gefilmt hat. Speziell die Bilder von der 9a „Dawn Wall“ Route am El Capitan im Yosemite Valley mit 32 Seillängen, die Adam Ondra im November 2016 in nur 8 Tagen durchstiegen hat, werden die Besucher an ihre Stühle fesseln.
Am Sonntagabend wird dann Peter Habeler, der gerade seinen 75. Geburtstag gefeiert hat, von seinem Bergsteigerleben erzählen, von der Erstbesteigung des Mount Everest mit Reinhold Messner, von den insgesamt fünf Achttausendern, die er bezwungen hat und seiner Liebe zu den Zillertaler Gipfeln. Mit dabei hat er Bilder seiner großen Expeditionen am Nanga Parbat, am Kangchendzönga, am Hidden Peak und natürlich auch vom Everest. Noch ganz frisch ist sein Bericht vom erst kürzlich erfolgten Durchstieg der winterlichen Eiger Nordwand mit David Lama.

ALPINMESSE INNSBRUCK 11. und 12. November 2017

Programm, Aussteller und Highlights unter www.alpinmesse.info

Bergsportlich in den Sommer

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Erste Alpinmesse Sommer informierte über Trends und Sicherheitsmaßnahmen

Knapp 5.900 Bergsport-Interessierte haben am 20. und 21. Mai die erste Sommer-Ausgabe der Alpinmesse Innsbruck besucht, die den Sommer-Bergsportarten nun eine eigene Plattform gibt. Klettern, Wandern, Bergsteigen, Biken aber auch die Flugsportarten und das Thema Reisen wurden aus der seit über 10 Jahren erfolgreichen und größten Bergsportmesse Österreichs ausgegliedert und ein Wochenende lang mit Vorträgen und Workshops zu einem sportlich anregenden Sommer-Cocktail gemischt. Dabei zeigten die 85 Hersteller und alpinen Institutionen ihre aktuellen Produkte sowie Dienstleistungsangebote und luden zum Fachsimpeln ein. In über 700 Workshop-Plätzen vom Mountainbike-Fahrtechniktraining bis zum Klettersteigkurs wurden Messebesucher vielfältig und kostenlos geschult. 

Draußen sein, sich in der Natur bewegen und Berge erobern entspricht ganz den Bedürfnissen der Bewohner des Alpenraumes. Deshalb nutzten knapp 5.900 Freizeitsportler am 20. und 21. Mai die Gelegenheit, sich bei der ersten Sommer-Ausgabe der Alpinmesse Innsbruck ein Bild über die Trends des heurigen Bergsommers zu machen und sich bei den zahlreichen Vorträgen und Workshops auf den neuesten Stand in Sachen Ausrüstung, Technik und Sicherheitsvorkehrungen bringen zu lassen.

Für die allererste Alpinmesse Sommer haben wir durchwegs positives Feedback von den Austellern bekommen. Sehr gut besucht waren die Outdoor-Workshops. Auch daran erkennt man, welches große Potenzial die Messe hat. Während die Alpinmesse Winter mehr Fachbesucher zählt, zeigt sich bei der Alpinmesse Sommer mehr die Tendenz in Richtung Publikumsmesse. Aber auch da ist es wichtig, Wanderer und Bergsteiger zu informieren und zu schulen“, sagt Prof. Dr. Karl Gabl, der Präsident des Österreichischen Kuratoriums für alpine Sicherheit.

Auf der Hauptbühne in der Halle B1 sprachen im Stundentakt Experten des Kuratoriums für Alpine Sicherheit, des Alpenvereines, der Bergrettung und anderer Institutionen über Sicheres Klettern, Gewitterstrategie, Standplatzbau oder harte Landungen am Klettersteig und animierten damit die Messebesucher vor der Bühne Platz zu nehmen und aus den Vorträgen wertvolle Tipps mit nach Hause zu nehmen. Im Messesaal wurde am Samstagnachmittag vor, während und nach den Vorträgen des Alpinforums heftig und engagiert diskutiert. Aus dem Publikum kamen an die Vortragenden und Podiumsteilnehmer nicht nur Fragen, sondern auch Anregungen und neue Diskussionsansätze. Vor allem die abschließende Podiumsdiskussion zur Bike Republik Österreich entwickelte sich zu einem intensiven Dialog zwischen Land- und Forstwirtschaft, Jägerschaft, Alpenverein, Tourismus und Bike-Szene.

Harald Philipp und Thomas Huber fesselten das Publikum vor die große Leinwand. 
Unter dem Titel „Flow“ lud Bikebergsteiger Harald Philipp im Rahmen der Alpinmesse zu seinem Vortrag und verblüffte sowie inspirierte die Zuhörer mit seinen persönlichen Anekdoten und Gedanken zwischen den 10 mit faszinierenden Landschaftsaufnahmen und spielerischen Fahrten über höchst anspruchsvolle Trails gespickten Kurzfilmen. Sehr emotionsgeladen und voll überzeugender Leidenschaft gelang es ihm, dem Publikum den „Flow“-Zustand überaus anschaulich zu beschreiben. Ebenfalls tief in seinen Fundus an emotionalen Bildern und Geschichten griff Kletter-Profi Thomas Huber bei seinem Multimediavortrag. Er hatte das Thema „Sehnsucht“ für den Abend gewählt und zeigte dem Publikum eindrucksvoll, wie die Suche nach dem Glück und die Erfüllung von Sehnsüchten bei ihm aussieht.

www.alpinmesse.info 

 

Eine Messe, die alpines Wissen vermittelt

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Alpinforum 2016 und Alpinmesse Workshops

Mit der Alpinmesse Innsbruck hat das Kuratorium für alpine Sicherheit nicht nur einen Schauplatz für Marken und Produkte des Bergsportes geschaffen, sondern vor allem einen Treffpunkt für fachlichen Austausch und neuen Input. Während es in den 18 Workshops darum geht, praktisches Wissen in Übungen zu vermitteln, werden im Alpinforum die neuesten Erkenntnissen in Sachen Berge und Sicherheit vorgetragen und diskutiert. Zwei Schwerpunkte bilden 2016 wieder den thematischen Rahmen für die Alpinforum-Referenten aus dem In- und Ausland, die in 30-minütigen Fachvorträgen ihre Erfahrungen und ihre Sichtweise kundtun.

Die Fachvorträge widmen sich dieses Jahr den Lawinen und dem Umgang mit dem Seil beim Bergsteigen. In zwei Blöcken kommen am Samstagnachmittag von 13 bis 18 Uhr bekannte Experten zu Wort, die über Begrifflichkeiten und Meinungen referieren, Vor- und Nachteile sowie neue Theorien und Methoden aufzeigen.  Nach jedem Block ist das Publikum zur Diskussion mit den Podiumsteilnehmern geladen, kann Fragen stellen und Ansichten äußern.

Berg.Mensch.Seil 
Hier sprechen Bruno Hasler vom SAC (Schweizer Alpen Club) und Kurt Winkler vom  SLF (Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos) über das „Gehen am Kurzen Seil“ und liefern eine nüchterne Betrachtung der Seilsicherung auf Hochtouren. Danach fragt Peter Popall, Bergführer und Entwickler bei Petzl: „Tötet der Berg? Oder ist es unsere Faulheit?“ Er macht sich Gedanken über die zahlreichen Mitreißunfälle am Mont Blanc, die Risikoabschätzung und die Verantwortung.

Berg.Mensch.Lawine
Marcellus Schreilechner, Geophysiker und Alpinsachverständiger, wird den zweiten Teil des Alpinforums eröffnen. Ihm geht es um die Selbsteinschätzung bei Skitouren und darum, sich eigenverantwortlich und dem Know-How entsprechend im winterlichen Gebirge zu verhalten. „Das repräsentative Schneeprofil ist tot. Es lebe das repräsentative Schneeprofil!“ – sagt dann Christoph Mitterer, ehemaliger Mitarbeiter des SLF in Davos und LWD in Bayern.
Über White Risk – einer webbasierten, interaktiven Lawinenpräventions-Plattform – referiert Stephan Harvey. Zum Abschluß stellt Software-Entwickler Günter Schmudlach noch seine Planungsplattform skitourenguru.ch vor.

Trainings, Übungen und Workshops bei der Alpinmesse
Sicherheit ist auch bei den Alpinmesse Workshops ein zentrales Thema und so sind die praktischen Übungen darauf ausgelegt, den Messebesuchern neue Fertigkeiten zu vermitteln und Techniken zu verfeinern. Das Angebot reicht dabei von digitaler Tourenplanung, Lawinenlagebericht und LVS-Suche bis Wachsen, Notfälle und Höhenverträglichkeit. Mehr als 1.000 Interessierte können an den insgesamt 18 Workshops mit Alpinmesseticket kostenlos teilnehmen. Eine vorherige Anmeldung dazu ist aber größtenteils notwendig.

Mehr dazu auf www.alpinmesse.info